Der Stadtteil Hamburg-Horn

Hamburg Horn ist ein Hamburger Stadtteil, der im Osten des Bezirks Hamburg-Mitte liegt und im Jahre 2006 eine Einwohnerzahl von 37.492 aufwies.

Südlich begrenzt wird Horn durch die Bille, während im Norden die Autobahn nach Berlin  und im Westen die Bahntrasse den Stadtteil beschließen. Grenzen im Norden Wandsbek und Marienthal an Horn, sind es im Osten Billstedt, im Westen Hamm und im Süden Billbrook.

Horn existiert nachweislich seit mehr als 700 Jahren. Im Jahre 1306 wurde Horn das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Dorf Horn lag damals etwa bei der heutigen Straße Bauerberg. Zu Hamburg gehört Horn seit 1383. 2006 feierte Horn sein 700-jähriges Bestehen mit einem dreitägigen Fest „VIVA HORN“, bei dem auch der Musiker Guildo Horn auftrat.

Die Horner Bebauung ist gekennzeichnet durch die in den 30er Jahren begonnene und seitdem zunehmend durchgeführte Errichtung  zumeist massiver vierstöckiger Backsteinblöcke, die sich entlang der Straßen erstrecken und nach hinten hinaus große grüne Höfe bilden. In den 60er Jahren wurde das Gebiet nördlich des Hermannstals, die Horner Geest, städtebaulich erschlossen. Hier errichtete man insbesondere bis 4-geschossige Plattenbauten, später folgten auch Hochhäuser (Dannerallee).

Horn ist ein grüner Stadtteil. So gibt es einerseits eine große Anzahl von Parkanlagen (Blohms Park, Horner Moor etc.), auf der anderen Seite ist die große Anzahl von Kleingärten auffällig. So entstanden schon in den 30er Jahren in der Horner Marsch Hunderte von Lauben. Nach dem Krieg entwickelte sich dieses Gebiet zu einer wahren Gartenstadt, und bis heute ist die Landschaft an der Bille das größte Kleingartengebiet Deutschlands.

Die über Hamburgs Grenzen hinaus bekannten Anziehungspunkte Horns sind u.A. das Rauhe Haus, der Horner Kreisel und die Horner Rennbahn. Das Rauhe Haus ist heute eine soziale Stiftung, die ursprünglich von Johann Hinrich Wichern 1833 als Rettungshaus für Großstadtkinder gegründet wurde. Das Rauhe Haus übernimmt heute viele Aufgaben der Diakonie in Hamburg. Angegliedert ist aber auch die christliche private Wichern-Schule. Der Horner Kreisel ist über die Hamburger Stadtgrenzen hinaus bekannt als Auffahrt für die A 24 nach Berlin. Die Horner Rennbahn ist weithin berühmt für ihr seit 1869 jährlich im Juni stattfindende Deutsche Galopp Derby.

Auffällig an Horn ist , dass es zwar zwei Einkaufszentren (EKZ Horner Rennbahn und EKZ Manshardtstraße) sowie eine U-Bahnstation gibt, aber kein erkennbares, kommunikatives und für Festivitäten nutzbares Zentrum wie etwa in Wandsbek, das dort den Kern des Stadtteils bildet. Hierzu zählen der Bau eines Stadtteilhauses, der Umbau der Horner Rennbahn, die Umgestaltung des EKZ Horner Rennbahn, die Plaung und Realisierung "Neue Mitte Horn" im Rahmen des Entwicklungsraums Billstedt Horn ("Schau nach Osten"), nähere Infos hierzu finden sich auf der Webseite www.schau-nach-osten.de und des Stadtteilvereins Horn www.stadtteilverein-horn.de

Statistik Horn
Bevölkerung 2006 37.492
Unter 18-jährige 5.603 = 15,6 %
Über 65- jährige 6.753 = 18,8 %
AusländerInnen 21,8 %
Arbeitslose in %
der 15- bis unter 65-jährigen (März 2004)
10,0
SozialhilfeempfängerInnen in %
der Bevölkerung (2003)
10,2
Wahlbeteiligung Bürgerschaft 2004 in % 58,5
Wohnungen 19.187
Durchschnittliche Wohnungsgröße 59,2 m2
Zuzüge Horn 2004 4982
Fläche 2004 5,9 km 2
Quelle: Statistisches Landesamt
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